Gemeinsam für Vielfalt: 400 Menschen setzen starkes Zeichen

Veröffentlicht am 07.06.2020 in Allgemein

Dülmen bunt

Es war ein starkes Signal, dass diesen Samstag vom Schulhof des Clemens-Brentano-Gymnasiums ausging: Circa 400 Menschen aus Dülmen und dem ganzen Kreis Coesfeld setzten ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus, und für Vielfalt und Weltoffenheit. Das Bündnis „Dülmen bleibt bunt“, bestehend aus DGB, SPD und Grünen zeigte sich hochzufrieden mit der breiten bürgerschaftlichen Anteilnahme und dem friedlichen Demonstrationsverlauf.


Das Bündnis hatte anlässlich der geplanten Aufstellungsversammlung der AfD für die Kreistagswahlen zur gemeinsamen Demonstration aufgerufen. „Wir wollen zeigen, dass der Dülmen und der gesamte Kreis Coesfeld für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt steht, in der Parteien, in denen rassistische und rechtsextreme Äußerungen an der Tagesordnung sind, keinen Platz haben“, hatte das Bündnis erklärt.


Die Aufstellungsversammlung wurde ohne Angabe von Gründen einen Tag vor der Demonstration abgesagt. Dennoch kamen 400 Bürgerinnen und Bürger aus Dülmen und dem ganzen Kreis, um in friedlicher und fröhlicher Stimmung die Vielfalt zu feiern. Neben Redebeiträgen von Unterstützern wie DGB, Grünen, SPD, der Linke, den Friedensfreunden waren auch Musikbeiträge auf der zweistündigen Veranstaltung geplant. Die Bürgermeisterkandidaten Jochen Wilms und Carsten Hövekamp, die ebenfalls das Bündnis unterstützten, gingen gemeinsam auf die Bühne und zeigten damit, dass man trotz inhaltlicher Differenzen in dieser Sache zusammenhalten muss.


Mit vielen selbstgemalten Plakaten und auf Abstand zeigten auch die Demonstrant*innen ihre Meinung. Unterstützt wurde die Demonstration auch von gesellschaftlichen Gruppen wie der evangelischen Kirche. Höhepunkt war ein gemeinsames Bild, bei dem in den Farben des Regenbogens alle Teilnehmer*innen noch einmal das Motto des Bündnisses zum Ausdruck brachten: Dülmen und der Kreis Coesfeld bleiben bunt.

Simon Peletz sprach für die SPD und zeigte sich beeindruckt von der Anteilnahme: „Lasst uns immer von unserem demokratischen Recht Gebrauch machen, gegen solches Gedankengut zu demonstrieren und das Verhalten, die Taktiken von Spalterei und Hetze offenzulegen.“ Er bezog sich damit unter anderem auf den Facebook-Auftritt der SPD, auf dem man zuvor für die Demo geworben hatte. „Dort haben die Rechten ihr wahres Gesicht gezeigt: an einer inhaltlichen Diskussion sind sie in keinster Weise interessiert, sie wollen nur polarisieren und rechte Parolen immer weiter verbreiten.“ Die SPD stehe seit über 150 Jahren nicht nur für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, sondern auch für eine klare Kante gegen Rechts. Er dankte auch den Schülerinnen und Schülern, die von Seiten der Schule im Rahmen der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ Poster, Banner und Unterschriften in die Fenster gehängt hatten. Egal ob jung oder alt, konservativ oder progressiv, reich oder arm, egal welcher Nationalität, Religion oder Hautfarbe, ginge so ein starkes Signal aus, befand Peletz: „Wir stehen für die Vielfalt und Weltoffenheit in unserem Land, wir stehen für Toleranz und gegen Ausgrenzung, wir lassen die Grenze des Sagbaren keinen Millimeter mehr nach Rechts verschieben!“

 

 

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