Offener Brief: "Jedes Kind soll schwimmen lernen!"

Veröffentlicht am 02.03.2021 in Allgemein

Andreas Bier (l., Vors. SPD-Ratsfraktion Dülmen) und Johannes Waldmann (r., Vors. SPD-Kreistagsfraktion) vor dem düb.

Die Corona-Pandemie hat für viele Einschränkungen gesorgt - etwa auch bei den Schwimmbädern: seit Monaten kann etwa kein Schwimmunterricht stattfinden. Schwimmvereine und Sportvereine schlagen deshalb Alarm und weisen auf die Gefahr hin die entsteht, wenn Kinder nicht richtig schwimmen können. Die SPD fordert deshalb in einem Offenen Brief an den Landrat und die Bürgermeister*innen mehr Einsatz, um den Rückstau wieder aufzuholen. Das Credo: Jedes Kind soll schwimmen lernen!

Der Brief, den neben Johannes Waldmann als Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion und Andreas Bier als Vorsitzenden der Dülmener SPD-Ratsfraktion auch die SPD-Fraktionen in Coesfeld, Ascheberg, Havixbeck, Lüdinghausen und Senden unterschrieben haben, stellt das Schwimmen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe heraus: „Die SPD im Kreis Coesfeld setzt sich dafür ein, dass jedes Kind schwimmen lernt. Dafür ist eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Akteure in diesem Bereich gefragt“, heißt es in dem Brief. Am Runden Tisch sollen im Dialog etwa Lehrer*innen, Eltern, Kinder, Sportverbände, Sport- und Schwimmvereine, Bäderbetreiber, Schulbehörden und Gemeindevertreter die problematische Situation vor Ort evaluiert und Lösungen erarbeitet werden.

Konkret fordern die Fraktionsvorsitzenden etwa Gutscheine für Schwimmunterricht und günstige Eintrittspreise für Familien, die Priorisierung von Schwimmunterricht, sowie die Stärkung und Förderung des Ehrenamtes in Bezug auf die Schwimmlehrerausbildung. Anfallende Kosten sollen Schulträger und Kommunen übernehmen, alle Bäder müssen im Kreisgebiet aus Sicht der SPD deshalb auch erhalten bleiben. Auch das Land nimmt die SPD in die Pflicht: durch zusätzliches Personal soll der Schwimmunterricht sichergestellt werden.

„Wir wollen damit die Bedeutung des Schwimmens hervorheben“, erläutert Waldmann den Brief. „Es ist für unsere Gesellschaft immens wichtig, dass jedes Kind schwimmen lernt.“ Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Mehr Sicherheit für Kinder‘ zählt Ertrinken zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern, nach Verkehrsunfällen.

In die ähnliche Richtung gingen bereits SPD-Anträge im Dülmener Stadtrat, wie Andreas Bier ergänzt: „Wir wollen Anreize für Ehrenamtliche schaffen, um zumindest einen Teil der ausgefallenen Schwimmstunden nachzuholen“, rekapituliert Bier seine Anfrage im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Ehrenamt und Senioren. Von städtischer Seite wurde bestätigt, dass insbesondere das Finden geschulten Personals das größte Problem darstellt. Im Sportausschuss wurden deshalb bereits 20.000 Euro eingestellt, um das Sportangebot und damit auch die Schwimmausbildung zu fördern. Das werde aber nicht reichen, befürchtet Bier: „Es braucht weiterer Kraftanstrengungen, um den Berg an ausgefallenen Stunden wieder aufzuholen und den so wichtigen Schwimmunterricht nachzuholen.“

 

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