SPD will Erinnerungskultur am Munitionsdepot Visbeck vorantreiben

Veröffentlicht am 21.03.2022 in Allgemein

Das Sondermunitionsdepot Visbeck soll zu einem außerschulischen Lern- und Gedenkort werden.

Jahrelang hat die SPD für den Erhalt und die Begehbarkeit des Sondermunitionsdepots Visbeck gekämpft - dort wurden im Kalten Krieg mutmaßlich amerikanische Atomsprengköpfe gelagert. Die damalige Funktion und der Erhaltungszustand ist in Deutschland beinahe einmalig. Jetzt hat die SPD-Ratfraktion im Kulturausschuss einen Sachstandsbericht eingefordert.

Nach jahrelangem Kampf für die Nutzung des Munitionsdepots als Gedenkort findet sich mittlerweile fraktionsübergreifende Unterstützung für die Sichtbarmachung des Munitionsdepots. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen will die SPD-Fraktion nun erneut auf die Bedeutung dieses Ortes hinweisen: "Gerade die Invasion Russlands zeigt, dass Frieden nicht selbstverständlich ist und die frühere Konfrontation zwischen "dem Westen" und Russland wieder allgegenwärtig ist", betont Simon Peletz, SPD-Sprecher im Kulturausschuss. "Deshalb ist es umso wichtiger, jetzt die Erinnerungskultur am Munitionsdepot Visbeck voranzutreiben." Man habe deshalb einen entsprechenden Sachstandsbericht beantragt, um den kommenden Prozess positiv begleiten zu können.

"In den vergangenen Monaten wurde auf den verschiedenen politischen Ebenen Werbung für das Projekt gemacht und für Fördermittel gekämpft", erinnert sich Peletz an die vorangegangene Arbeit. "Unter anderem hat sich unser SPD-Landtagsabgeordneter André Stinka für Fördermittel stark gemacht." In der Vorlage berichtet die Stadt, dass sie hinsichtlich der Fördermittel zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes zumindest eine unverbindliche Inaussichtstellung einer Zuwendung erhalten habe. Für weitere Fördermittel bedarf es jetzt weiterer Planungen durch eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, auch eine Förderverein-Gründung ist noch geplant.

Bis frühestens Ende 2023 sollen die Pläne für einen außerschulischen Lern- und Gedenkort ausreichend definiert sein, um diesen dann zu schaffen. "Das ist noch eine lange Zeit", bedauert Peletz. Gleichzeitig zeigt er aber Verständnis für den langwierigen Prozess der Projekterstelllung. "Für uns ist wichtig, bis dahin zumindest weiter Führungen anbieten zu können. So kann auch jetzt die Bedeutung und Einzigartigkeit des Depots hervorgehoben werden."

Im Übrigen stimmt auch die Stadtverwaltung der SPD-Einschätzugn einer gestiegenen Bedeutung durch die aktuellen Konflikte zu: "In Anbetracht der aktuellen Situation in Europa wird eine Bildungseinrichtung mit großer Wahrscheinlichkeit ein sehr nachgefragter Lernort für politisch-historische Bildung sein", heißt es in der Berichtsvorlage. Für Peletz ist das die Bestätigung für die jahrelang bestehende SPD-Linie: "Wir freuen uns jetzt über den breiten und starken Prozess hin zu einem Lernort, den wir positiv begleiten werden."

 

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