Gemeinsame Initiative: SPD will Radfahrer an Borkener Straße schützen

Veröffentlicht am 29.11.2020 in Allgemein

Die SPD hat sich die neue Verkehrssituation vor Ort angesehen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme des ADFC, der Friedensfreunde, der SPD und der Linke begrüßen die Beteiligten, dass das Thema Radverkehrssicherheit an der Borkener Straße aufgegriffen wurde. Gemeinsam mit den Bündnispartnern befindet die SPD die Situation trotzdem noch nicht für befriedigend: „Es müssen weitere Anpassungen an der Borkener Straße vorgenommen werden, wenn die Stadt es mit der Radverkehrsfreundlichkeit ernst meint“, so die Beteiligten in der Stellungnahme.

Die Borkener Straße ist schon seit längerem mit besonderen Gefährdungen für Radfahrende bekannt. „von beiden Seiten auf dem Bürgersteig an Garagenausfahrten, Haustüren, Bäumen und parkenden Autos vorbeifahren zu müssen war gefährlich“, betont das Bündnis. Entsprechend der Empfehlung wurde der Radverkehr nun in den fließenden KfZ-Verkehr integriert. Für den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Andreas Bier, dennoch keine gute Dauerlösung: „Wer jetzt mit dem Rad stadteinwärts fährt, erlebt gleich mehrere neue Gefährdungsstellen“, bedauert er. So sei der neue Übergang suboptimal und durch den neuen Schilderwald nur schwer nachvollziehbar gestaltet, auf der Straße bringt man sich durch Slalomfahrten an parkenden Autos vorbei immer wieder in Gefahr – gerade, weil dort die normale innerstädtische Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt ist.

„Hier muss dringend nachgebessert werden“, findet auch Anke Pohlschmidt. Die SPD-Wahlkreiskandidatin für diesen Bereich hat sich bereits mit Andreas Bier und den weiteren SPD-Stadtverordneten Martin Kwiatkowski und Meike Hiller die Situation vor Ort angeschaut. Was dabei festgestellt werden konnte: es kommt durch den Straßenseitenwechsel immer wieder zu brenzligen Situationen, viele Verkehrsteilnehmende sind scheinbar überfordert mit der neuen Regelung. „Um die Radfahrenden noch weitergehender zu schützen, setzen wir uns gemeinsam mit ADFC, Friedensfreunden und Linken für den Einsatz einer Tempo-30-Regelung sowie einen sichereren Übergang etwa durch eine Verkehrsinsel ein“, erläutert Bier die Ideen des Bündnisses. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung sei absolut zumutbar, da es sich nur um die Verlängerung der bereits bestehenden 30-km/h-Regelung handelt, die bereits ab dem Lohwall besteht. „Alle Ziele liegen in Dülmen nah beieinander, sodass hier keine große Beeinträchtigung vorliegt.“ Vielmehr müsse man ein wichtiges Zeichen für die Verkehrssicherheit von Radfahrenden setzen: „Wenn es die Stadt ernst meint mit dem Siegel einer fahrradfreundlichen Kommune, dann muss man auch einen solchen Schritt wagen“, befindet das Bündnis.

Für die SPD können die Maßnahmen auf der Borkener Straße aber nur ein erster Beginn auf dem Weg zu mehr Fahrradsicherheit sein. „Wir warten weiter auf die Umsetzung der Fahrradstraßen, die etwa durch die Overbergstraße auch die Borkener Straße von Radfahrern entlasten könnte“, sieht Bier perspektivische Lösungen. „Wir müssen aber für ganz Dülmen und auch für die Ortsteile vermehrt die Verkehrs-Infrastruktur aus Sicht des Fahrrades betrachten, um das Verkehrsmittel noch attraktiver zu machen.“

 

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